Wenn du bei einem großen Online-Versender den Suchbegriff Erziehung in der Kategorie Bücher eingibst und dann die Ergebnisse siehst, dann wird es erst einmal verwirrend und fast überwältigend.

Hier ein Auszug aus den gefundenen Titeln:

  • Erziehen ohne Schimpfen
  • Kinder brauchen Regeln 
  • Kinder brauchen mehr als Liebe
  • Erziehung durch Liebe und Gelassenheit
  • Mama, nicht schreien! 
  • Die richtige Erziehung gibt es nicht

Ähm, okay. 

Also, was denn nun? 

Gelassen erziehen mit Regeln und ohne Schimpfen voller Liebe aber ohne zu starr zu sein und ohne zu schreien.

Oder wie? 

Dieses Beispiel spiegelt sich in der Social Media-Mama-Landschaft wider. Hier wird um den „besten“ Weg unter Mamas diskutiert, gestritten und man bildet sich gerne schnell eine Meinung zu dem Gegenüber und äußert diese ebenso schnell ohne Rücksicht auf Verluste. Bedürfnisorientierte Erziehung ist dabei in aller Munde. 

Was dabei aber oft vergessen wird: 

Neben den Bedürfnissen des Kindes, die zweifelsohne enorm wichtig sind, gibt es auch noch die ebenfalls verdammt wichtigen Bedürfnisse der Mutter.

Geht es der Mutter (bzw. den Eltern – wir richten uns hier eben vor allem an die Mütter) gut – und nur dann – ist ein gutes Familienleben möglich.

In unseren Trainings machen wir immer wieder die Erfahrung, wie verunsichert Mütter sind, ob sie denn in der Begleitung ihrer Kinder alles gut oder „richtig“ umsetzen.

Sie setzen sich unter Druck, es immer alles gut machen zu wollen und es entsteht Scham und Schuld, wenn etwas einmal nicht nach Lehrbuch läuft.

Es gibt selten ganz feste Vorbilder, der Stil der eigenen Mutter ist veraltet und die Vielfalt in den Medien ist heute groß.  Dazu kommt ungefragte Kritik von anderen Müttern, sogenanntes Mom Shaming.

Was also tun als Mama wenn ich ein Kind bekommen habe, die Tipps zu Erziehung und Beziehung zu meinem Kind auf mich einprasseln und ich unsicher bin?

Die Antwort ist eigentlich simpel: 

  1. Höre auf dich und deine Intuition (Voraussetzung dafür, diese zu spüren ist Punkt 4).
  1. Frage dich:

Was ist mir wichtig für mein Kind?

Welche Werte möchte ich leben und weitergeben?

Letztendlich ist es deine/eure Entscheidung als Eltern, was das ist, das

euch als Kompass dient. 

  1. Tausche dich mit deinem Partner und/oder guten Freundinnen aus. Einigen wenigen ausgewählten Personen, denen du vertraust. 
  1. Mit das Wichtigste zum Schluss: Sorge für dich. Sorge dafür, dass es dir selber gut geht. Damit du in der Lage bist, deinen Kindern kraftvoll und gelassen zu begegnen. 

Es wird funktionieren.

Denn du bist die Mutter, nicht die anderen.

Hier liest du mehr über Mom-Shaming, also wie Mütter untereinander subtile Kritik üben und was du tun kannst, wenn du so etwas erlebst.

Und hier bekommst du von uns vier Fragen für einen super Start in den Tag!