Dein Leben verändert sich grundlegend wenn man ein Kinde bekommt, das hört man überall. Aber was heißt das genau?

Hier kommen jetzt – zur Vorbereitung oder einfach zum Wiedererkennen –  die sechs größten Veränderungen, die aus meiner Erfahrung auf Mamas zukommen:

1. Die Fremdsteuerung

Ab dem Moment der Geburt des eigenen Kindes bist du nicht mehr die, die du einmal warst und du tust vor allem nicht mehr das was du einmal getan hast. Ein kleiner Mensch bestimmt ab sofort dein Leben, deinen Zeitablauf, deine Nachtruhe. Das ist schon etwas, an das ich mich erst einmal gewöhnen musste. Wie oft hing ich schon meinen früheren Gewohnheiten, Hobbies, einfach der Freiheit hinterher. 

Aber es kommen neue Gewohnheiten dazu. Du hast eine Familie. Ihr entwickelt eigene Routinen, Traditionen, ihr findet Dinge, die ihr alle mögt. Das ist mindestens genauso schön. 

Und die Freiheit kommt ja wieder. Auf ein Leben betrachtet sind es nurt einige Jahre, in denen du zeitlich arg eingeschränkt bist.

2. Kinderkrankheiten

Es gibt nichts was es nicht gibt. Von der Hand-Mund-Fuß-Krankheit hatte ich vor den Krippenzeiten meiner Kinder nie etwas gehört. Und wann hatte ich das letzte Mal eine Bindehautentzündung? Rotznase und Husten sind im Winter schon fast ein Klassiker. 

Aber zum Glück ist es meist harmlos – und von diesen harmlosen Krankheiten spreche ich hier – und es geht vorbei.

3. Unendliche Liebe

Nachdem ich Kinder hatte, habe ich erst verstanden, was bedingungslose Liebe ist. Der Moment, wenn sie deine Hand nehmen, wenn sie sich an dich kuscheln oder wenn du ihnen beim Schlafen zusieht. 

Es ist nicht zu beschreiben, das musst und darfst du erleben.

4. Entscheidungen

Mütze oder nicht? Welcher Kinderwagen? Kinderkrippe oder nicht? Wer nimmt wann Elternzeit? Welche Schule? Wann gibt es ein Handy?

Eine Entscheidung jagt im Leben von Eltern die andere. Der Vorteil, den ich festgestellt habe ist: Da ich darin so gut trainiert bin, kann ich auch in anderen Lebensbereichen viel schneller und effizienter Entscheidungen treffen.

Was auch gut hilft, ist sich auszutauschen. Mit dem Partner, mit anderen Mamas, mit Erziehern und Lehrern. Du bist da nicht allein.

5. Partnerschaft auf der Probe

Klar, ein Leben zu zweit ist etwas ganz anderes als ein Leben zu dritt oder zu viert. Die Zeit zu zweit wird rar, man ist oft müde und vielleicht auch genervt. Manchmal fragt man sich, ob man noch ein Paar ist oder nur noch Mama und Papa. 

Es ist gut, wenn man es als Paar schafft, wieder etwas Zeit zu zweit zu haben. Vielleicht erstmal nur zuhause und irgendwann kann man auch mal weggehen oder sogar ein paar Tage wegfahren. So kann man sich als Parr wieder neu entdecken. Und man hat immer ein schönes Gesprächsthema 🙂

6. Die besten Lehrer kommen in dein Haus

Meine Kinder haben mir schon so viel beigebracht. Nicht egoistisch zu sein, achtsam mit mir zu sein. Achtsam in der Natur zu sein. Im Moment zu sein. Gefühle zu äußern und nicht zu unterdrücken. Zu streiten und sich wieder zu versöhnen. Fantasie.

Beobachte deine Kinder, sie leben uns so viel vor, was wir vielleicht im hektischen Alltag schon vergessen haben.

Ja, es ist schon so:

Eine Mutter wird geboren, wenn ihr Kind geboren wird.

Das Mutter-sein kann man einfach nicht lernen, man muss es erfahren mit all seinen Höhen und Tiefen. 

Höre dir dazu auch unsere Podcast-Episode „Drei Tipps für mehr Gelassenheit im Mama-Alltag“ an. Hier lernst du, wie du als Mama entspannter und gelassener reagieren kannst.