Die Zeit zu Hause für sich und die Kleinen zu strukturieren und dann auch noch mit möglichst sinnvollen Tätigkeiten zu füllen ist manchmal schon eine Herausforderung.

Wir haben da einen Tipp für dich: Eine tolle Möglichkeit etwas gemeinsam mit den Kleinen zu tun, bei dem sie auch noch etwas lernen, ist das Gärtnern. Plantura, ein Münchener Garten-Startup, hat sich für uns drei einfache Ideen überlegt, für die man nicht viel braucht und die sogar in der Wohnung umsetzbar sind.

Idee 1: In drei Schritten Lauchzwiebeln mit “Regrowing” nachwachsen lassen

Beim Regrowing geht es darum, Gemüse-Enden oder Reste nicht in den Müll wandern zu lassen, sondern ihnen neues Leben zu schenken, indem man sie einfach nachwachsen lässt. 

Aus Lauchzwiebel-Enden (oder auch aus Minzezweigen) können dann neue Pflanzen erwachsen. 

Dafür braucht es nicht mehr als ein bisschen Geduld, Licht, Wasser und Erde. 

Regrowing eignet sich super für das Gärtnern mit Kindern, da es ohne besonderes Material auskommt, leicht umsetzbar ist und man weder einen Garten noch einen Balkon dazu braucht.

Hier die Schritt-für-Schritt-Anleitung für Lauchzwiebeln:

  1. Lauchzwiebel nehmen, mit sauberem Messer das Ende mit Wurzeln auf etwa 5 cm Länge abschneiden (Die Erfolgschancen auf vitale Pflanzen und Regrowing-Erfolg liegen höher, je frischer die Wurzeln der Lauchzwiebel ist).
  2. Die Abschnitte in ein Glas mit lauwarmem Wasser stellen (die Wurzeln sollten bedeckt sein), das Wasser täglich wechseln.
  3. Sobald das Pflänzchen nachgewachsen ist, kann es wieder für leckere Speisen verwendet werden, dazu einfach den Strunk abschneiden.

Idee 2: Sprossenglas selbst bauen und leckere Sprossen ziehen

Sprossen sind richtige, kleine Energiepakete. Sie enthalten viele Vitamine und Mineralstoffe und schmecken richtig lecker. Sie lassen sich außerdem im Handumdrehen selbst züchten.

Dafür braucht es ein Sprossenglas, das man in drei Schritten selbst bauen kann.

Man nehme:

  • ein großes Glas, etwa ein Einmachglas
  • ein paar Haushaltsgummis
  • wasserfestes, löchriges Material, zum Beispiel ein Fliegengitter

Bau-Anleitung:

  1. Material mit Löchern zuschneiden, es sollte großzügig über die Glasöffnung passen.
  2. Das zugeschnittene Material mit den Haushaltsgummis befestigen, indem man die Gummis über den Glasrand schiebt
  3. Damit das Wasser abfließen kann, muss man das Sprossenglas schräg stellen – das geht einfach mit einer flachen Schale oder einem Abtropfgestell für Geschirr

In drei Schritten Sprossen Linsen, Radieschen oder Alfalfa anziehen

Ist das Sprossenglas gebaut, kann es schon mit der Anzucht losgehen:

  1. 2-3 Esslöffel Saaten im Küchensieb unter laufendem Wasser abspülen. Anschließend die Samen in das Sprossenglas geben und mit Wasser bedecken.
  2. Samen über Nacht oder etwa 10 Stunden einweichen.
    Nach der Einweichzeit Wasser abschütten (perfekt zum Gießen geeignet!)
    Nicht aufgequollene Samen aussortieren.
    Glas in Schräglage bringen – so kann das Wasser abtropfen.
  3. Ideale Bedingungen für das Sprossenglas: Fensternähe, keine direkte Sonneneinstrahlung, Raumtemperatur.

Idee 3: Ein kleines Kräuterparadies für das Fensterbrett oder den Balkon anlegen

Man nehme:

1. Ein oder mehrere Pflanzgefäße:

Wer keine Tontöpfe oder einen Balkonkasten hat, kann einfach Alu-Dosen verwenden, in die man Löcher in den Boden macht, damit das Wasser abfließen kann. Diese kann man bunt bemalen oder beschriften.

2. Die passende Pflanzkombination:

Besonders gut passen Kräuter zusammen, die ähnliche Anforderungen an Standort und Bewässerung haben. Derzeit kann man Kräuter auf Märkten oder in Supermärkten kaufen. Für die Geduldigen kann man natürlich auch Kräuterstecklinge mit dem Prinzip des Regrowing nachwachsen lassen.

Thymian, Rosmarin und Lavendel mögen sich besonders gern, halten viel Sonne aus und müssen nicht so oft gewässert werden. Sie sind außerdem mehrjährig und halten im Winter Minusgrade aus.

Basilikum, Schnittlauch und Petersilie sind durstig, brauchen eine regelmäßige Bewässerung und mögen dauerhafte Sonneneinstrahlung nicht so gerne. Während Basilikum keine Minusgrade aushält, halten Schnittlauch und Petersilie Winterschlaf und kehren im Frühjahr wieder zurück.

3. Die richtige Erde:

Beim Eintopfen verwendet man am besten torffreie Bio-Erde, die auch zur Vermehrung geeignet ist, wie die Plantura Bio-Kräuter- & Aussaaterde. Diese Bio-Erde ist ideal für Kräuter geeignet und wird ressourcenschonend und klimafreundliche produziert. 

Pflanzanleitung:

1. Pflanzen vorsichtig umdrehen und den Topf von mehreren Seiten andrücken, bis sich der Kräuterstrauch löst und kopfüber in die Hand rutscht, dann vorsichtig das alte Substrat abklopfen.

2. Boden des Pflanzgefäßes mit Erde bedecken und die Höhe überprüfen – der Ballen der Kräuterpflanze sollte nicht über den Rand hinausragen.

3. Kräuterpflanze in das Gefäß stellen und die Hohlräume vorsichtig mit Erde ausfüllen. Am Ende vorsichtig andrücken, aber nicht zu fest pressen.

4. Großzügig gießen, damit sich die Pflanze schnell vom Umtopfen erholt.

Fertig! Gar nicht so schwer für kleine Garten-heldInnen, oder? 😉 Wir wünschen ganz viel Freude beim Nach-Gärtnern!

Wenn ihr Lust auf noch mehr Ideen habt, schaut doch mal bei Plantura vorbei (unbezahlte Werbung)!