Es gibt diesen Spruch: was nichts kostet, ist nichts wert. Tja, und so geht es auch uns Müttern gefühlt immer wieder. Unsere Arbeit zuhause wird nicht bezahlt.

Unsere Stunden um Stunden der Arbeit die wir in Kinder und Haushalt sind also nichts wert. Oder?

Gesellschaftlich erlebe ich es tatsächlich so, dass die unentgeltliche Arbeit einer Mutter als nicht so wertvoll betrachtet wird wie die bezahlte Arbeit einer Ärztin, Angestellten oder Ingenieurin. 

Aber warum? Sind nicht Kinder das Wichtigste überhaupt? Sind sie nicht die Zukunft unserer Gesellschaft? Und – nicht zuletzt – werden sie nicht einmal für unsere Rente aufkommen?

Und: wer sind eigentlich “die”? Die, die sagen, dass unsere Arbeit nicht so wertvoll ist? Die Politik? Die Männer?

Mal ganz abgesehen von politischen und finanziellen Dimensionen gibt es mindestens einen Menschen, dessen Meinung wichtiger ist als die Meinung aller anderen, der Politik oder einer Gesellschaft:

Deine Meinung. Deine eigene Sicht auf dich.

Wie siehst du dich? Deine Arbeit? Was ist wirklich wichtig und wertvoll für dich?

Im ersten Schritt empfehlen wir dir also, an deiner ureigenen Meinung über den wichtigsten Menschen in deinem Leben zu arbeiten: über dich.

Mache dir klar, wie wichtig dir selbst deine eigene Arbeit zuhause ist. Wenn dir das nicht gelingt, wirst du immer abhängig von der Meinung anderer sein. Du wirst nie frei sein, dich so zu sehen, wie du dich selber sehen willst.

Hier sind die konkreten Schritte:

  • Praktiziere die Kopfstandmethode: Was wäre, wenn du die ganze Arbeit zuhause nicht machen würdest? Wie wären deine Kinder drauf? Wie wäre der Haushalt beieinander? Überspitze das ruhig gedanklich, mach die Augen zu und lasse das Ganze vor dem inneren Auge wie einen kleinen Film an dir vorbei laufen. Das kann richtig lustig werden 🙂
  • Überlege und schreibe dir auf ein Blatt Papier, deinen Kalender oder Notizbuch, was dich als Mutter ausmacht und welche positiven Eigenschaften du als Mutter hast. Welche Stärken deine Kinder haben, weil du ihnen die Rahmenbedingungen zur Entwicklung geschaffen hast. Konzentriere dich auf das, was gut läuft in deinem Job als Mutter.
  • Klopfe dir selbst auf die Schulter. Ja, auch wortwörtlich! Lobe dich selbst immer einmal wieder dafür, was du heute und über die Jahre als Mutter schon geschafft hast. Feiere dich. Belohne dich mit etwas Schönem. Denn du bist es wert, dich zu feiern.
  • Gib anderen Mamas Wertschätzung für ihre Arbeit. Das klingt erst einmal widersinnig, aber es hilft dir auf deinem Weg. Gib anderen das, was du dir selber geben möchtest. Du wirst sehen, wie gut das anderen tut und das tut auch dir wieder gut.
  • In dritten Punkt kam das schonmal vor, aber da es so absolut wichtig ist, hebe ich es nochmals hervor. Tue dir selbst etwas Gutes. Überlege dir drei Dinge, die dir Spaß machen, dir gut tun und baue sie in den nächsten Tagen in deinen Alltag ein. Schreibe sie dir wirklich in den Kalender und behandle sie wie einen Arzttermin, der eingehalten werden muss. Indem du aktiv etwas für dich tust, praktizierst du Selbstliebe, du achtest auf dich, deine Gesundheit, dein Wohlbefinden.

Sei dir selbst eine gute Mutter. Denn du bist wertvoll und deine Arbeit ist wertvoll.

Lies hier nach, wie du deine Zeit als Mama besser planen kannst.

In diesem Artikel erfährst du, wie du deine Ziele noch einfacher erreichen kannst.