Es gab eine Zeit in meinem Leben, vor allem in meinem Leben als Mama, da habe ich meine Tage förmlich vollgestopft mit Treffen, Terminen und Verabredungen. 

Es war mir wichtig, meine Zeit zu verplanen. Mein Ziel war, am besten täglich mehrmals etwas vor zu haben. 

Im Nachhinein glaube ich war es vor allem die Angst vor dem Alleinsein, dem „einfach nur zuhause sein“ mit einem Baby und nichts mit mir anzufangen zu wissen. 

Im Lauf der Zeit habe ich dadurch Kontakt zu anderen Müttern aufgebaut, mit denen ich mich regelmäßig traf. 

Was ich damals nicht merkte war, wer von den Personen mit denen ich mich traf, mir wirklich gut taten. 

Mein Blick lag voll auf dem Thema „Wie fülle ich meinen Tag?“ und nicht auf der Frage: „Welche Beziehungen haben eine solche Qualität, dass ich in sie investieren möchte?“

Ein Beispiel: Einmal die Woche traf ich über fast ein Jahr hinweg mich mit einer anderen Mama, die auch zwei Kinder im gleichen Alter von meinen Kindern hat. 

Was mir jetzt klar ist: 

Sie war aufgrund ihrer Art, mit sich selbst und mit ihren Kindern umzugehen, für mich eine Energieräuberin

Sie sprach sehr schnell und fast nur über Angewohnheiten ihrer Kinder. Sie lebte für ihre Kinder und für nichts anderes. 

Bei mir hingegen war es immer so, dass sich mein Leben zwar um meine Kinder drehte, aber es auch noch andere Themen gab. Wir kamen im Gespräch eigentlich nicht zusammen, trafen uns aber immer wieder. 

Ich merkte an bestimmten Symptomen mit der Zeit, dass sie mir nicht gut tat. Nach unseren Treffen fühlte ich mich ausgelaugt, hatte zum Teil Kopfschmerzen oder ich war gestresst.

Energieräuber oder nicht?

Als ich mich irgendwann gefragt habe, warum ich mich so fühle und erkannt habe, dass sie mir eher Energie raubt als gibt, machte ich mit ihr Schluss. 

Zugegeben: Mit ihr persönlich zu sprechen habe ich mich nicht getraut. Ich schrieb ihr, dass mir die Treffen zu viel geworden waren und, dass ich mehr Zeit für mich bräuchte. Irgendwie hatte ich das vorher nie übers Herz gebracht, aber es war unheimlich erleichternd so eine persönliche Grenze zu ziehen und mir selbst damit etwas Gutes zu tun.

Ihre Reaktion war übrigens recht verständnisvoll, sie meldete sich ab und zu noch unverbindlich bei mir, war aber nicht sauer oder sonst irgendetwas, vor dem ich Angst gehabt hatte. Eine wirklich gute Lektion für mich.

Mit der Zeit entstand in meinem Kopf und später irgendwann auch auf Papier eine Liste mit den Personen, die mir wirklich und ehrlich gut tun, die mir Energie geben und nicht nehmen. Bei denen ich ganz ich selbst sein kann, mit denen ich meine Gedanken frei teilen kann. Die Liste muss nicht groß sein, aber das sind die Personen, in die ich in Zukunft Zeit und Energie investieren sollte. Mit allen anderen machte ich auf eine passende und freundschaftliche Art und Weise Schluss.

Mein Fazit für dich

Trenne dich von Energieräubern und pflege deine wahren Freundschaften, unterstütze die Freunde, die dir wichtig sind, sei aufmerksam, hör zu und teile dich mit! 

Deine wirklich wichtigen Freundschaften werden wachsen.

Lies hier weiter und erfahre mehr über dein Karma 🙂