Wie bekomme ich meinen Alltag mit Homeoffice und Kindern unter einen Hut? Und wie gehe ich einigermaßen gelassen durch diese Krise – ich habe jetzt schon Anzeichen für ein Mama-Burnout?

Zu diesen Fragen könnten wir niemanden besseren interviewen als die Gründerin von Mamanehmer – Jana Heinzelmann.

Jana ist selbst selbstständig und Mutter von einem dreijährigen Sohn. Aktuell arbeiten sie und ihr Mann von zu Hause und teilen sich die Kinderbetreuung auf. 

Normalerweise berät Jana selbstständige Mamas bei der Organisation ihres Alltags – sie ist selbst ein richtiges Organisationswunder.

Nicht nur in (Corona-) Krisenzeiten befinden sich viele Mamas in der Lage, dass sie von zu Hause ihre Mehrfachbelastung mit Kind, Job und Haushalt managen müssen.

Jana erzählt im Glücksheldin-Podcast, wie sie als selbstständige Mutter ihren Alltag komplett umorganisiert hat. Sie steht früher auf, um schon vorzuarbeiten, kümmert sich dann um ihren Sohn während ihr Mann arbeitet und übergibt dann wieder Mittags, um sich nochmal für ein paar Stunden ins Home-Office zu verabschieden. 

Sie gibt im Interview mit Olivia handfeste Tipps, die dir als Mama helfen, in der Krise zu überleben.

Ihre Tipps haben wir hier nochmal für dich zusammen gefasst und um einige Kleinigkeiten aus unserer Erfahrungskiste ergänzt:

Baue dir Ruheinseln ein

Nie war es wichtiger in den Mama-Alltag Ruheinseln einzuplanen wie jetzt. Nicht nur, dass du mehr organisieren und planen musst. Die Krise wirft große Ängste und Unsicherheiten auf, die uns und unsere Kinder verändern. Dazu kommt, dass liebgewonnene Routinen wegfallen. Routinen, die uns und unseren Kindern Sicherheit geben.

Diese organisatorische und psychische Belastung macht sich bemerkbar. Vielleicht hast du das schon mal gespürt, vielleicht bist du schon mal ausgerastet vor deinen Kindern. Es ist einfach alles anders. Wenn du sonst deine Kinder morgens in die Betreuung bringst, bist du jetzt ständig auf Abruf .

Darum bau dir mindestens eine Ruheinsel am Tag ein. Das können 10 Minuten allein im Bad sein, das kann ein Spaziergang oder eine Joggingrunde sein. Hauptsache du schöpfst neue Kraft und kannst geduldig und entspannt mit dem Rest der Familie umgehen. Und wenn du jetzt sagst: Ich hab doch keine Zeit, dann lies hier rein, wir geben dir unseren bewährten 5-Schritte-Plan zur Lösung.

Akzeptiere die Situation

Das klingt trivial, aber Akzeptanz ist aktuell der Schlüssel zum Erfolg. Klar, man kann und muss nicht alles hinnehmen. Aber in der Corona-Krise nutzt es einfach nicht zu lamentieren und zu hadern. Wir können gerade nichts ändern. Darum unser Tipp: Atme dreimal tief ein und aus und sage dir innerlich: “Ich akzeptiere!”.

Wenn du noch weitere Tipps zum Thema “Wie ich mit meinem Stress umgehe” möchtest, kannst du gerne in unserer Achtsamkeitsserie für Mamas nachlesen 🙂  

Hol dir Hilfe: sag deinem Partner, was du brauchst

Hilfe holen – vielleicht denkst du da an ältere Menschen in der Umgebung, für die andere einkaufen gehen. Aber auch du darfst dir Hilfe holfen. Bei der Organisation des Krisenalltags gibt es viele Möglichkeiten: Du könntest die Großeltern für ein Skype-Home-Schooling mit deinen Kindern engagieren oder auch deinen Partner fragen, ob er auf die Kinder achtet, damit du eine Stunde schlafen kannst. Hilfe holen ist für viele Menschen schwierig. Denk aber bitte immer daran: Das Wichtigste ist, dass du gesund bleibst. Darum hol dir deine Auszeiten (siehe Punkt 1).

Erstell einen Plan

Wie du einen Tagesplan erstellst haben wir in der Podcastepisode Nr. 56 thematisiert. Es ist so wichtig, dass du dir eine neue Struktur mit neuen Routinen aufbaust und dabei so gut es geht deine Kinder in die Planung und Umsetzung mit einbeziehst.

Frag nach und höre zu

Frag deinen Partner in einer ruhigen Minute mit echtem Interesse, wie es ihm gerade eigentlich geht. Höre ihm zu. Oft geht das im Alltag unter und das schwächt euch als Team.

Baut euch (neue) Routinen auf

Baut euch als Familie gemeinsame Eckpunkte am Tag ein, damit ihr Routinen habt, die gerade für die Kinder wichtig sind. Das können die Essen sein oder ein gemeinsamer Spieleabend. Seid kreativ und sucht euch dafür etwas aus, das allen Freude macht.

Janas abschließende Message im Interview ist: ruhig bleiben und annehmen, dass du gerade überlastet bist.

Es ist ok! Erwarte nicht zu viel von dir und sei lieb zu dir!